1/3 Jahr elektrisch ⚡️ Laden und Ladeinfrastruktur

Und weiter gehts beim Zwischenfazit des Peugeot e2008 und allem drum rum.
Jetzt geht es um das wohl wichtigste bei der Elektromobilität – Das Laden und die entsprechende Infrastruktur.

Laden am Hyper-Charger von EnBW

Es ist wohl die größte Angst der Nutzer bzw. vielleicht zukünftigen Nutzer von Elektroautos: Schaffe ich die Strecke oder bleibe ich liegen? Wo kann ich laden? Wie lange dauert das laden? Und vor allem, benötige ich dafür dutzende Verträge um alle Ladesäulen zu nutzen und was kostet das dann?

Fragen über Fragen…aber denen man sich stellen sollte und muss. Und sie sind definitiv am Anfang schon einschüchternd und auch hier und da ein wenig kompliziert zu beantworten. ABER: Wenn man sich ein wenig reingelesen hat und das Thema dann für sich gelöst hat, kommt man möglicherweise zu dem Schluss „War garnicht so schwer…“ 😀

Hier nun meine Erfahrungen mit dem Thema.

Bereits vor der Anfrage ans Autohaus bzgl. des Leasings, habe ich mich natürlich auch über das Laden und die Lademöglichkeiten bei mir in der Umgebung schlau gemacht. Schon weit bevor das Auto zum Thema wurde, habe ich auch meinen Laufrunden die ein oder andere Ladesäule erblicken dürfen und fand das sehr gut. Denn ich sah damit, dass das Thema Elektromobilität auch hier angekommen und angegangen wird.

Blieb im Anschluss die Frage:

Wie nutze ich die Säulen und Ladepunkte?

Nun gibt es Säulen die nur den Typ 2 Anschluss haben. Dann gibt es Säulen die haben Typ 2, CCS und/oder CHAdeMO. …äh, WHAT!? Der Peugeot hat, wie fast jedes für die Nutzung in Europa gedachtes eAuto, einen Typ 2 – und einen CCS-Kombi-Ladeanschluss. (Siehe Bild oben)

Ladesäulen mit Typ2-Anschlüssen haben in der Regel kein eigenes Kabel. Also sollte man sich selbiges auch noch selbst kaufen. Zum Fahrzeug dazu gibt es „nur“ ein (Not-)Ladegerät für den häuslichen Schuko-Stecker. Damit lässt sich aber nicht viel anfangen, da es eine halbe Ewigkeit dauern würde, das Fahrzeug komplett zu laden. Halt wirklich nur Ladegerät für die größte Not, die im besten Fall nie eintritt.

In Sachen Ladekabel hab ich mich für den JuiceBooster entschieden.

Juice Booster 2 mit verschiedenen Netzseitigen Stecker-Adaptern

Der JuiceBooster ist ein Ladekabel mit einer eigenen Ladeelektronik und der Möglichkeit Stecker-Adapter für die Netz-Seite anzuschließen um auf verschiedene Anschlussmöglichkeiten vorbereitet zu sein. Auf der Auto-Seite des Kabels ist fest ein Typ2-Stecker installiert. Auf der Netz-Seite gibt es für nahezu jeden Stecker-Typ einen Adapter. Diese kann man zusätzlich kaufen, so wie man es benötigt. Zum Beispiel: Für die roten Industriesteckdosen mit 16A/32A auf 400Volt. Oder die kleineren blauen „Camping“-Steckdosen. Oder auch für verschiedene internationale Haushaltsteckdosen. Aber auch einen Typ2-Adapter für öffentliche Ladesäulen. Und genau deswegen, ist das Kabel die perfekte Lösung für mich.

So, die Hardware habe ich.

Aber wie lade ich jetzt? Wie nutze ich die Ladesäulen?

An den meisten der Ladesäulen muss man sich an den Säulen anmelden um laden zu können. Die passiert entweder via Ladekarte (kontaktlos per NFC/RFID) oder via App des jeweiligen Anbieters. Da kommt schon die nächste Frage auf: Welcher Anbieter ist der richtige für mich. Tja, da bleibt einem nicht viel anderes übrig, als sich die verfügbaren Ladesäulen der jeweiligen Anbieter anzuschauen. Dann kann man den nehmen, der in der eigenen Umgebung, die meisten Säulen anbietet oder man nimmt mehrere.

Ladekarten – EnBW, ACV (TheNewMotion), Maingau, EWEgo, enviaM

Ich persönlich habe mich, bereits im Vorfeld, bei mehreren Anbietern angemeldet und auch die ein oder andere Ladekarte besorgt. Im Nachhinein kann ich sagen: Das war übertrieben. Denn eigentlich braucht man nicht mehr als 2-3 Karten bzw. Anbieter. Auch weil die Preise je nach Anbieter extrem unterschiedlich sind.

Auch bei den Preisen bekommt man erst einmal einen Schock. So zahlt man zB via EnBW an den Schnellladesäulen für die Kilowattstunde (aktuell noch) 0,49€. Das klingt erstmal viel, wenn man den Preis mit dem eigenen Strompreis zu Hause vergleicht. Jedoch sollte man bedenken, nicht nur bei EnBW sondern bei allen Anbietern, dass mit diesem Preis nicht nur der reine Strompreis bezahlt wird. Die Säulen müssen gebaut werden, Steuern und Abgaben bezahlt werden, Pachtgebühren geleistet werden (wenn es sich z.B. um einen großflächigen Ladepark handelt), Wartung der Säulen kostet Geld, EEG-Umlage und und und….
Des Weiteren muss die Energie, die aus den Ladesäulen kommt, auch erstmal bereit gestellt werden.

Beispiel:
Ladepark mit 10 Ladepunkten á max. 300kw Leistung. Für diesen Park muss der Stromnetzbetreiber (NICHT der Ladepunktbetreiber) die 3 Gigawatt aus seinem Stromnetz reservieren. Denn es macht ja keinen Sinn, eine Ladesäule mit max 300kw Leistung anzubieten, die dann aber keine 300kw Leistung bringt, nur weil noch 3 andere Autos gleichzeitig laden. Daher muss diese Gesamtleistung reserviert werden. Und auch das kostet Geld – EGAL ob jemand lädt oder nicht.

Wie man sieht, Ladesäulen gibt es einige
(EnBW mobility+ App)

Man sollte also nicht nur den reinen Strompreis im Hinterkopf haben.

In meinem Fall brauche ich im normalen Alltag aber keine einzige Ladesäule. Warum? – Ich habe das Glück, dass ich bei meinem Arbeitgeber laden darf. Ich habe sogar eine „eigene“ Stromstromsteckdose am Parkplatz bekommen. Und da kommt der Vorteil des Juice Booster wieder zum tragen. Ich installiere einfach den entsprechenden Steckdosen-Adapter und schon kann das laden los gehen. Wenn ich doch mal an einer öffentlichen Ladesäule laden muss, wechsle ich einfach auf den Typ2-Adapter.

Und aus diesem Grund, dass ich auf Arbeit laden kann, kommt auch die Folge, dass ich bisher kaum auch nur eine der Ladekarten genutzt habe. Da ich für die Verträge keinen Pauschalpreis bezahle, sondern nur wenn ich sie nutze, ist das allerdings nicht so schlimm und verursacht für mich daher keine zusätzlichen Kosten.

Aber damit sieht man, man sollte sich vorher ein bisschen Gedanken machen, wo und wie man laden kann und möchte/muss. So kann man gewisse Kosten und vor allem Aufwand vermeiden.

Wenn ihr Fragen habt, zum sehr umfangreichen Thema Laden/Ladekarten/Ladeanbieter schreibt mir oder lasst einen Kommentar da.

Pics:
JuiceBooster Amazon
alle anderen by LuckySlevin1006

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