1/3 Jahr elektrisch ⚡️ Das Auto

Nun sind es bereits gut 4 Monate die ich ein batterieelektrisches Auto im Straßenverkehr bewege. Zeit für ein kleines Zwischenfazit.

Bevor ich das Fahrzeug endgültig bekam, hatte ich mich natürlich in jede mir bekannte Richtung schlau gemacht. Reichweite, Ladeanschlüsse, Ladesäulen, Ladeanbieter, Lade-Flatrates, AC, DC,…. und so weiter. Diese ganzen Variablen können am Anfang schon sehr verwirren und verunsichern. Aber ich muss sagen, es ist (bis jetzt) alles deutlich entspannter, als vorher gedacht und vermutet.

Typ 2/CCS-Ladeanschluss

Aber hübsch der Reihe nach…. Fangen wir mit dem eigentlichen Star des Beitrags an: Dem Auto

Der Peugeot 2008 wird in der aktuell 2. Generation seit Nov. 2019 verkauft und wird seit Ende Januar 2020 aufgeliefert. Gebaut im spanischen Liga und chinesischen Wuhan (oh Gott….Wuhan 😉 ). Das Fahrzeug basiert auf der CMP-Plattform des PSA-Konzerns und teilt sich damit das technische Grundgerüst u.a. mit dem kleinen Bruder, dem Peugeot 208, aber auch den PSA-Konzerngeschwistern Opel Corsa, Opel Mokka, Citroen DS3 und Citroen C4. Alle genannten gibt es demnach auch als Variante mit Elektroantrieb.

Auch wenn die technische Plattform bei allen gleich ist, ist die Optik mehr als verschieden. Und das ist auch gut so. Denn die beiden Peugeot gefallen mir persönlich am besten. Aber es soll hier jetzt nicht darum gehen, warum es der 2008 geworden ist. Das hab ich bereits im vorangegangenen Beitrag erläutert. -> KLICK

Aber war die Entscheidung richtig? Eindeutig JA !!

Eins vorneweg: KEIN Auto ist perfekt. Es gibt immer Dinge über die man diskutieren kann. Ob manche Dinge nötig oder unnötig sind. Ob manche Dinge richtig gemacht worden sind, oder völlig verhunzt wurden.
So ist es auch beim Peugeot 2008. Nicht alles ist perfekt, aber ich finde das Gesamtpaket ist mehr als stimmig und macht sehr viel Spass im Alltag.

Die Verarbeitungsqualität ist sehr gut. Es knarzt nichts, es wackelt nichts. Die Software des Media-Systems und des digitalen 3D-Cockpits läuft flüssig und bis jetzt fehlerfrei. Von daher habe ich nichts zu meckern. Vor allem das 3D i-Cockpit kann ich SEHR empfehlen. Bei diesem werden ausgewählte Infos, zB die Geschwindigkeit oder der Navigationspfeil, „auf der Oberfläche schwebend“ dargestellt. Dieser 3D-Effekt wird durch ein 2. Display und eine schräge Projektionsscheibe fabriziert.

Die Sitze sind straff gepolstert und geben wirklich sehr guten Seitenhalt. Ob es die Mittelkonsole wirklich nahezu komplett in schwarzem Klavierlack hätte sein müssen? Manche mögen es. Ich eher nicht, bzw. es ist definitiv kein Muss. Es sieht erstmal wirklich schick aus, unbestritten, aber man sieht auch jedes Staubkorn und jeden Fingerabdruck, aber vor allem ist es extrem Kratzanfällig. Das ist nun mal die Crux von Klavierlack. Am Schalter der elektronischen Parkbremse sieht man bereits nach 4 Monaten einige Kratzer. Aber gut, es gibt schlimmeres.

Auch ist das Format bzw. die Bildschirmaufteilung des zentralen Displays, in meinen Augen, unglücklich gewählt. So sind links und rechts immer(!!) Temperatureinstellmöglichkeiten für die Klimaanlage für Fahrer und Beifahrer. Ob das so groß hätte sein müssen? Wahrscheinlich nicht. Vor allem nicht, weil die Größe dieser Buttons sich nicht ändert. Egal ob man das Navi aktiviert hat oder den Media-Player. Vor allem bei der Navigation wäre es sehr hilfreich wenn man das ganze 10 Zoll Display zur Verfügung hätte. Auch wenn man sich das Navi auch auf das Tacho-Display legen kann und auf dem Hauptdisplay zB das Radio geöffnet hat.

Rot markiert die beiden Klima-Einstellbereiche

Auch bin ich von den Assistenzsystem mehr als begeistert. Beim Skoda Yeti gab es ja im Grunde keine solchen Systeme. Da war der Geschwindigkeitsbegrenzer das höchste der Gefühle. Und durch das Nachrüstradio kam immerhin ein bisschen modernere Technik hinein.
Im Vergleich zum Yeti strotz der e2008 nur so vor Assistenzsystemen:

  • Active Safety Brake Plus (auch bei Radfahrern)
  • Frontkollisionswarner
  • Einparkhilfe vorn und hinten, Rückfahrkamera mit 180°-Blickwinkel und Draufsicht
  • Spurhalteassistent mit Lenkeingriff (mit anderen Worten ein AutoPilot-„Light“)
  • Verkehrsschildererkennung
  • adaptiver Abstandstempomat mit Stop&Go (nach selbstständigem Anhalten durch das orientieren am vorausfahrenden, wieder alleiniges anfahren auf die im Tempomat eingestellte Geschwindigkeit)

Vor allem der Spurhalteassistent mit Lenkeingriff ist einfach nur genial. Auf der Autobahn kann ich mir kein entspannteres Fahren vorstellen. Das Auto hält die Geschwindigkeit, den Abstand zum Vordermann und lenkt selbstständig durch Kurven. Geil!

Als ich noch den Yeti gefahren bin, war ich der Meinung, dass ein einfacher Tempomat der heilige Gral der Helferlein im Auto ist. Aber was im Peugeot alles verbaut ist – Wahnsinn.

Ansonsten habe ich aber wirklich nichts zu bemängeln. Der Kofferraum hat, mit dem variablen Ladeboden genug Platz um auch das Typ2-Ladekabel unsichtbar zu verstauen. Manche würden bemängeln, dass die „Motor“-Haube nicht von Gasdruckdämpfern oben gehalten wird, man stattdessen altmodisch eine Stange nach oben klemmen muss. Das sind für mich aber wirklich Luxus-Probleme. Zumal der e2008 eh keinen Frunk (kleiner „Koffer“-Raum vorne unter der Motorhaube) hat. Man daher eh nicht allzu häufig unter die Haube schauen muss. Bei Fahrzeugen mit Frunk, wie u.a. die Autos von Tesla, könnte und würde ich das definitiv bemängeln. Aber so nicht.

So…wer „so“ sagt 😉

Damit haben wir das Auto für sich abgeschlossen. Falls Fragen sind, schreibt mir oder lasst ein Kommentar da.
Im nächsten Post wird es um das Thema Laden und Ladeinfrastruktur gehen.

Pics by LuckySlevin1006

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